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In der Freiheit muss jeder wissen, was er erwartet. Gisela Oechelhaeser, seit 1989 als Kabarettistin tätig, studierte an der Karl-Marx-Universität Leipzig Germanistik und Romanistik und wurde dort 1975 mit der Arbeit „Zu Problemen der ästhetischen Theorie der ‚Kritischen Theorie‘ der Frankfurter Schule“ über Max Horkheimer und Theodor W. Adorno promoviert. Während ihres Studiums spielte sie Studententheater und begründete das Studentenkabarett „academixer“ mit. Später war sie Dozentin für Schauspielkunst, Kabarettistin und Vizepräsidentin des Komitees für Unterhaltungskunst der DDR. Seit 1989 als Kabarettistin u.a. an der „Distel“ tätig, leitete sie nach der politischen Wende 1990 das Berliner Kabarett und war außerdem als Fernsehmoderatorin tätig. (Quelle: Wikipedia). Weitere Informationen finden Sie auch hier: www.gisela-oechelhaeuser.de
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Kabarett -Programm: Allgemeine Mobilmachung
Angefeuert durch ihre Wut und ihren Spott lässt Gisela Oechelhaeuser in ihrem neuen politischen Kabarettprogramm ALLGEMEINE MOBILMACHUNG neun halsbrecherische Frauen auf ihre Zuschauer los: eine verrückter, böser, verzweifelter und komischer als die andere. Oechelhaeuser spielt ihre Figuren mit gebotener Schärfe; ihre Komik kommt aus der größten Verzweiflung. Intelligent geht es zu. Und ordinär. Wütend und lachend. Zornig und spottend. Allgemeine Mobilmachung: Kommen Sie! Aber schlafen Sie sich vorher noch mal richtig aus!
Buch - Philipp Schaller Regie - Peter Tepper Bühnenbild - Peter Koppatsch
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Lese-Programm: „Hiergeblieben! Leben in Geschichten“
von Gisela Oechelhaeuser Eulenspiegel Verlag, 2006
Auch eine Lesung mit Gisela Oechelhaeuser endet natürlich beim Kabarett. Machen Sie sich gefasst auf eine einzigartige Mischung von Vor-Lesen, Erzählen und Vor-Spielen. Ihr Kopf und Ihr Zwerchfell sollten auf Höchst- leistungen eingestimmt sein.
„Alle Geschichten, auch wenn sie von früher Kindheit handeln, haben den reflektierenden Blick der Gegenwart. Die eine oder die andere ist mir auch erst wieder eingefallen, als ich eine gegenwärtige Haltung, ein Gefühl von Gegenwart verstehen wollte. Ich möchte verstehen, wie mein Leben verlaufen ist. Wann und wo wurden Weichen gestellt? Hätte ich die Weichen anders stellen können? In meinem Leben gibt es zahlreiche Brüche, gleich dreimal ist es ‚andersrum gekommen‘. 1945, beim ersten großen Bruch, war ich ein Jahr alt. 1989, beim zweiten großen Bruch, war ich 45 Jahre alt, 1999, beim dritten großen Bruch, fünfundfünfzig. Neben den ganz großen Brüchen gibt es auch folgenschwere kleinere. Auch da ist es mehrfach ‚andersrum‘ gekommen. Erst war ich unpolitisch, christlich, dann war ich gegen den Sozialismus, später war ich dafür, ich bin in die SED eingetreten, 1976 leistete ich eine IM-Unterschrift, ich war couragierte Kritikerin der DDR, ich liebte meine Familie, brach aber aus Parteidisziplin den Kontakt zu meinen Geschwistern im Westen ab. Das passt doch alles nicht zusammen! Irrtum! Diese verschiedenen Leben passen nicht nur zusammen, sondern sie bedingen einander und lassen sich auch nur eins aus dem anderen verstehen.“
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